Kirchenbauverein Armsheim

Ziele und Aufgaben

Ein historisch so wertvolles Baudenkmal, eine kunsthistorisch so bedeutsame Kirchenarchitektur, eine Kirche mit so feinen historischen Schätzen wie Kanzel, Grabmäler und Stumm-Orgel bedarf unablässig der Pflege und Ausgestaltung.

Die Kirche hat im Laufe ihrer nun 575 Jahre währenden Geschichte dank des Einsatzes vieler Generationen ihre besondere Aura als herausragendes gotisches Bauwerk und als inspirierendes Gotteshaus bewahrt. Auch die jetzigen Generationen, die nun seit dem Zweiten Weltkrieg fast zwei Generationen lang eine befriedete und im wesentlichen wirtschaftlich gesicherte Zeit haben erleben dürfen, können nicht umhin, sich für das Kirchenbauwerk einzusetzen, wenn sie das Kleinod auch für die nachkommenden Generationen bewahren wollen.

Der Kirchenbauverein will Mittel und Wege schaffen, dass auch bei knapper werdenden und häufig unzureichenden öffentlichen staatlichen und kirchlichen Mitteln die immerwährende Aufgabe und Verpflichtung der Bewahrung des prchtvollen Armsheimer Kirchenbaus mit privatem Engagement erfüllt werden kann.

Der Kirchenbauverein sieht seine Unterstützung der Evangelischen Kirche Armsheim als langfristige und umfassende Aufgabe. Alles was mit der Bewahrung und Ausgestaltung des Gotteshauses zu tun hat, will er im Rahmen seiner Möglichkeiten fördern. So soll die gegenwärtig laufende Sicherung der Bausubstanz und die Erneuerung der Bedachung Unterstützung durch unsere Mittel erfahren.

Ausgangslage

Im Jahre 1859 sind bei einem fürchterlichen Hagelsturm die original gotischen Fenster der evangelischen Kirche Armsheim weitgehend zerstört worden. Da die Kirche im 19. Jahrhundert durch weitere Schicksalsschläge (Zerstörung des Turmhelms durch Feuer) getroffen wurde, hat man erst von 1911-1914 im Rahmen einer umfassenden Renovation durch Prof. Bronner (Mainz) die drei östlichen Chorfenster in Buntglasform wiederhergestellt. Der renommierte Maler und Glaskünstler Otto Linnemann aus Frankfurt hat mit seinen drei großen und großartigen Darstellungen aus dem Leben Christi der Kirche anregende, bis weit in das Mittelschiff wirkende religiöse Kunstwerke geschenkt. Die restlichen drei Chorfenster im Süden und Norden verblieben wie auch die jeweils zwei Fenster im südlichen und nördlichen Seitenschiff bis zum Jahre 2006 im klaren Glas.

Begründung für den Einbau von Buntglasfenstern 

Die Kirche in Armsheim besitzt einen original spätgotischen Hochchor, der in seiner baukünstlerischen Gestalt und seiner Formensprache „ zum besten gehört, was im Mittelrheingebiet“ in der Epoche der Gotik entstanden ist (Bickel). Wenn in Kirchenbauten der Gotik der sakrale Charakter und die Aura der Transzendenz so wesentlich mit sakralen Buntglasfenstern verbunden ist, so war es bei der zugewiesenen Erstrangigkeit der Armsheimer Kirche eine Verpflichtung, die nach der Zerstörung von 1859 und nach der Teilrestaurierung von 1911-1914 in Klarglas verbliebenen Chorfenster wieder so herzustellen, wie sie in gotische Zeit einmal gewirkt haben müssen.

Kirchenfenster in der Gotik 

Es war Abt Suger von St. Denis, der bei dem Neubau seiner Abteikirche (1137-44) mit innovativen Bauformen ( u. a. die Verbindung von Spitzbogen und Rippengewölbe) die gotische Kirchenarchitektur als „Architektur des Lichts“ begründete

Den Baumeistern der Gotik ist es gelingen, durch statische Neuerungen die Wände von Kirchenbauten fast gänzlich aufzulösen, um sie rundum und raumhoch durch Fenster zu ersetzen, doch diese architektonische Neuerung war zugleich durchdrungen von einer neuen religiösen Sichtweise, in der das Licht eine zentrale Rolle spielte. Die Menschen des beginnenden Hochmittelalters fassten Licht als eine Erscheinungsform Gottes auf, der es sich in den Kirchen zu öffnen galt. Den gläsernen, transparenten, bunten Bildern schrieb sie Bildern die Kraft der göttlichen Erleuchtung des Menschen zu. Die hohen Buntglasfenster der gotischen Kirchen und Kathedralen vermochten den Gotteshausbesucher bei seiner Betrachtung von den materiellen Gegebenheiten , wie Glas, Farbe und Edelsteine zu dem rein Geistigen, zu dem Licht Gottes hinführen. Der Öffnung nach außen und oben entsprach die Bereicherung nach innen. Die leuchtenden Darstellungen und die Pracht der Ornamente auf den künstlerisch gestalteten Buntglasfenstern waren den Menschen Abbilder des Göttlichen und Ausdruck der Botschaft des Herrn. Neben Kreuz und Altären waren es in der Gotik vornehmlich die kunstvollen Fenster, die den sakralen und transzendenten Charakter eines Kirchenraumes als Gotteshaus ausmachten.

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Mitglied werden:

Gründung

Der Kirchenbauverein Evangelische Kirche Armsheim e.V. wurde im März 2008 gegründet.
Der Vorstand besteht aus acht Mitgliedern. Er wird alle drei Jahre neu von der Mitgliederversammlung gewählt.
Die sachgemäß notwendige Kooperation mit der Kirchengemeinde Evangelische Kirche Armsheim erfolgt über einen paritätisch besetzten Kooperationsauschuß.
Mitgliederbeitrag: Einzelmitgliedschaft 12.- Euro
Familien, Paare 20.- Euro

Adresse 

Kirchenbauverein Evangelische Kirche Armsheim e.V.
Bahnhofstr. 4
55288 Armsheim
E-Mail: vorstand@kirchenbauverein-armsheim.de

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Vorstand 

Holger Hillesheim (Vorsitzender), Dr. Wolfgang Bickel (Stellvertr. Vorsitzender), Elfriede Bendler (Schriftführerin), Matthias Pühler (Kassenwart), Margit Hockauf (Beisitz),  Paul Martin (Beisitz),  Hansjörg Emrich (Beisitz), Michael Schwanke-Seer (Beisitz)